Zukunft der medizinischen Versorgung in Hessen
Datum: Mittwoch, den 08. Juli 2009 , 17:30 Uhr
Ort: Universitätsklinikum Frankfurt am Main, Großer Hörsaal (Hörsaal 3), Haus 23 A
Mehr denn je werden die Grundsätze des Gesundheitssystems in Deutschland in Frage gestellt. Wenngleich das deutsche Gesundheitswesen vielen anderen Staaten als Musterbeispiel eines funktionierenden Systems als Vorbild dient, wird in zunehmendem Maße Kritik an der Organisation der ambulanten und stationären Versorgung laut. Der Arztberuf wird mehr und mehr nicht nur durch ökonomische Zwänge, sondern auch durch administrative Vor- und Aufgaben determiniert und lässt wenig Raum für die eigentliche ärztliche Tätigkeit am Patienten. Dies betrifft die ambulante Versorgung der Bevölkerung in Praxen ebenso wie die Gesamtheit der Krankenhäuser. Auch Universitätskliniken als Kliniken der Maximalversorgung sind hier in keiner Weise ausgenommen.
Sowohl seitens der Bevölkerung als auch seitens der Ärzteschaft werden die Entwicklungen mit großer Sorge verfolgt – insbesondere die Frage, ob eine Versorgung auf aktuellem Stand der Wissenschaft auch in Zukunft uneingeschränkt möglich sein wird. Vor allem die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung, die für eine optimale Behandlung in vielen Fällen essenziell ist und in den letzten Jahren stark vorangetrieben wurde, stellt einen wichtigen Punkt dar. Die Frankfurter Medizinische Gesellschaft, die sich in besonderer Weise der engen Kooperation mit der universitären Medizin verschrieben hat, ist außerordentlich dankbar, für die 635. Sitzung, die sich mit diesem wichtigem Thema befasst, Referenten gewinnen zu können, die maßgeblich die weitere Entwicklung in Hessen mit gestalten werden und zur aktuellen Situation kompetent Auskunft geben können.
Gerd Krämer, Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, wird zur Zukunft der Hochschulmedizin sprechen und hier besonders auf die Situation in Frankfurt eingehen. Die Rolle der Kassenärztlichen Vereinigung wird von Frau Dr. Marita Bert dargestellt, Vorsitzende des Vorstandes der KV Hessen. Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen, wird insbesondere zu den Aspekten der Freiberuflichkeit der ärztlichen Tätigkeit Stellung nehmen. Moderiert wird die Veranstaltung vom Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums, Herrn Professor Dr. Roland Kaufmann.
Die Frankfurter Medizinische Gesellschaft und ihr Vorsitzender, Professor Dr. Frank Grünwald, laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein, die sowohl für Krankenhausärzte/innen als auch für niedergelassene Kollegen/innen hochinteressant zu werden verspricht und die Möglichkeit bietet, mit Entscheidungsträgern die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten zu diskutieren.
Moderation und Einführung: Prof. Dr. med. Roland Kaufmann, Klinikum der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main
Programm:
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Zukunft der Hochschulmedizin
Gerd Krämer
Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
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Die Rolle der Kassenärztlichen Vereinigung
Dr. med. Margita Bert
Vorsitzende des Vorstandes der KV Hessen
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Visionen der Landesärztekammer - Privileg und Verpflichtung der ärztlichen Freiberuflichkeit
Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach
Präsident der Landesärztekammer Hessen
Der vollständige Besuch der Veranstaltung wird von der LÄK Hessen mit 3 Punkten zertifiziert. Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Zusammensein mit kleinem Imbiss vor dem Hörsaal statt.
